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SEB Sustainable Finance Outlook: Europas Balanceakt in der CO₂-Politik

Die aktuelle Ausgabe des Sustainable Finance Outlooks der SEB analysiert den Reformvorschlag der Europäischen Kommission für das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS). Die Expertinnen und Experten der SEB untersuchen, wie höhere CO₂-Preise die Margen im Bausektor unter Druck setzen und zugleich Investitionen in CO₂-arme Stahl- und Zementproduktion fördern könnten. Der Bericht unterstreicht zudem, dass die extreme Dürre dieses Sommers die Argumente für stärkere Investitionen in erneuerbare Energien untermauert.

„Mit ihrer Reform des EU ETS versucht die Kommission, Klimaschutzambitionen und Wettbewerbsfähigkeit miteinander in Einklang zu bringen“, sagt Gregor Vulturius, Lead Scientist und Senior Advisor für Climate & Sustainable Finance bei der SEB. „Obwohl durch den Vorschlag aus Brüssel die CO₂-Preise gegenüber früheren Erwartungen niedriger ausfallen könnten, rechnen wir weiterhin mit einem starken Anstieg der Preise für Emissionszertifikate auf 180 bis 270 Euro je Tonne bis 2040.“

„Steigende CO₂-Kosten dürften die Marktpreise für Zement und Stahl in Europa im kommenden Jahrzehnt verdoppeln und damit Bauunternehmen, Projektentwickler und Investoren unter Druck setzen“, führt Gregor Vulturius weiter aus. „Projektentwickler könnten dadurch bis zu 40 Prozent ihrer Margen verlieren. Das EU ETS dürfte deshalb die Nachfrage nach energieeffizienteren Gebäuden, CO₂-armen Baustoffen und Alternativen wie Holz erhöhen.“

Der Sustainable Finance Outlook enthält zudem ein Update zu den globalen Trends bei nachhaltigen Finanzierungen und Investitionen in erneuerbare Energien.

„Trotz zunehmender geopolitischer Spannungen erreichte das weltweite Emissionsvolumen nachhaltiger Anleihen im ersten Quartal 2026 1.226 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, sagt Samantha Arpas, Sustainable Finance Specialist bei der SEB. „Der überwiegende Teil der nachhaltigen Finanzierungen im Gebäudesektor stammt derzeit von nachgelagerten Immobilienunternehmen, deren Fähigkeit zur Aufnahme höherer Kosten begrenzt ist. Steigende Kosten aus dem EU ETS dürften mehr vorgelagerte Investitionen in CO₂-arme Baustoffe anstoßen.“

Darüber hinaus beschäftigt sich der Report mit der extremen Dürre, die Deutschland und weite Teile Europas in diesem Sommer getroffen hat. Zu ihren Auswirkungen sagt Thomas Thygesen, Head of Strategy und ESG im Bereich SEB Equity Research bei der SEB: „Während die EU über ihre künftige CO₂-Bepreisung diskutiert, ist Europa von einer der schwersten Dürren seit Beginn der Aufzeichnungen betroffen. Extreme Wetterereignisse werden im Zusammenspiel mit geopolitischen Verwerfungen, Digitalisierung und Automatisierung den Übergang zu einem neuen Energiesystem beschleunigen, das zunehmend durch Strom aus erneuerbaren Quellen angetrieben wird.“

Über den Sustainable Finance Outlook 
Der Sustainable Finance Outlook bietet Leserinnen und Lesern anhand verschiedener Themen einen aktuellen Einblick in die Welt der nachhaltigen Finanzierungen. Der Bericht erscheint viermal jährlich.

Sustainable Finance Outlook September 2026

Pressekontakt

Pamela Hecking
SEB AB Frankfurt Branch
Communications 
+ 49 69 258-6417
pamela.hecking@seb.de

Petra Binzer
SEB AB Frankfurt Branch
Communications 
+ 49 69 258-6458
petra.binzer@seb.de

Die SEB ist ein führender nordeuropäischer Finanzkonzern. In Schweden und den baltischen Staaten bietet die Bank ein breites Spektrum von Beratungsdienstleistungen und Finanzlösungen an. In Dänemark, Finnland, Norwegen, Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande und Großbritannien konzentriert sich die SEB auf das Geschäft mit Firmen- und institutionellen Kunden, Investoren sowie Asset Managern. Die SEB ist in über 20 Ländern der Erde präsent und hat eine Bilanzsumme von 4.033 Milliarden SEK (per 30. September 2025). Der Konzern verwaltet ein Vermögen von 2.820 Milliarden SEK und hat rund 19.000 Mitarbeitende. Weitere Informationen zum SEB Konzern auf www.sebgroup.com. Mehr über die SEB in Deutschland unter www.seb.de.

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