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SEB weitet das Firmenkundengeschäft in Europa aus

Die SEB weitet ihr Geschäft mit großen Firmenkunden auf weitere Länder in Europa aus. Der Bereich Large Corporates & Financial Institutions wird Schlüsselpersonen einstellen und neue Kundenteams aufbauen, die sich auf die Gewinnung ausgewählter Firmenkunden in der Schweiz, Österreich und den Niederlanden konzentrieren werden.

Der Plan ist eine natürliche Fortsetzung der Wachstumsinitiative, die vor etwas mehr als zehn Jahren in den nordischen Ländern und Deutschland gestartet und in den vergangenen Jahren erfolgreich auf Großbritannien ausgeweitet wurde.

"Wir sehen, dass unser langfristiges Relationship-Banking-Modell für ausgewählte Kundensegmente in dieser Art von Markt gut funktioniert. Nun wollen wir unser bewährtes Geschäftsmodell behutsam in neuen Märkten ausbauen", sagt William Paus, Co-Leiter des Geschäftsbereichs.

"Dabei stützen wir uns auf die Erfahrungen aus unserem Firmenkundengeschäft in Deutschland und Großbritannien, um organisch und profitabel zu wachsen. Solange wir fokussiert sind, extrem kosteneffizient arbeiten und die Skalierbarkeit unseres Modells nutzen, erwarten wir eine Profitabilität, die der unseres nordischen Geschäfts entspricht", sagt Joachim Alpen, Co-Leiter des Geschäftsbereichs.

Das deutsche Geschäft der SEB hat bereits Kundenbeziehungen in der Schweiz und in Österreich aufgebaut. Das Büro in München soll nun verstärkt werden, um die Anzahl der Kunden in diesen Ländern zu erhöhen. In den Niederlanden wird die Initiative zunächst grenzüberschreitend von bestehenden Büros in Schweden und anderen Ländern aus betrieben.

"Die Niederlande haben eine interessante Industriestruktur und Marktbedingungen, die zu unserem Geschäftsmodell und der nordischen Geschäftskultur passen", sagt William Paus.

Welche Kunden wird die SEB adressieren?

"Wir folgen dem gleichen Modell wie bei unserer Gründung in Großbritannien vor ein paar Jahren. Wir haben eine Liste potenzieller Kunden erstellt, mit guter Bonität, relevantem Umsatz, in Branchen, die zu uns passen und die auf unsere Nachhaltigkeitsziele einzahlen. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Zeit einen relevanten Anteil dieser Unternehmen als Kunden gewinnen können", sagt Joachim Alpen.

Wie können die Ziele erreicht werden?

"Wir werden hart arbeiten und enorm proaktiv sein müssen, aber wir haben einen Vorteil in unserem kundenzentrierten Geschäftsmodell: wir haben eine starke Kapitalsituation, ein relevantes internationales Netzwerk und ein hohes Maß an Kompetenz in Sachen Nachhaltigkeit. Unsere nordische Expertise ist auch für die Unternehmen interessant, die in den nordischen Ländern tätig sind", sagt Joachim Alpen.

"Außerdem können wir von der langfristigen, kostenorientierten Strategie profitieren, mit der die Bank seit vielen Jahren lebt. Wir haben eine Kostenposition, die uns in dieser Art von Kundensegment profitabel macht. Es ist ein Geschäft mit niedrigen Margen, aber mit einem guten Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag", sagt William Paus.

Wie viele Personen werden an der Erweiterung arbeiten?

"Wir gehen von möglicherweise etwa 20 Mitarbeitenden aus. Wir verstärken das Büro in München und sobald es konstruktiv und realistisch möglich ist, ist der Ehrgeiz groß, ein lokales Büro in den Niederlanden zu gründen", sagt Joachim Alpen.