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SEB Sustainable Finance Outlook: Physische Klimarisiken treffen auf Kapital

Die jüngste Ausgabe des Sustainable Finance Outlook von SEB verdeutlicht eine ernüchternde Realität: Die Energiewende schreitet zu langsam voran, um erhebliche physische Klimarisiken abzuwenden. Der Bericht untersucht die Exposition gegenüber diesen Risiken auf Fonds-, Unternehmens- und Vermögensebene und zeigt, wie nachhaltige Finanzierung die Klimaresilienz stärken kann. Zudem beleuchtet er Wasser sowohl als systemisches Finanzrisiko als auch als bedeutende Investitionschance.

„Die Transformation ist zweifellos im Gange und wird von wirtschaftlichen und geopolitischen Kräften vorangetrieben. Sie vollzieht sich jedoch nicht schnell genug, um negative Folgen für Menschen und Wirtschaft zu vermeiden“, sagt Thomas Thygesen, Head of Strategy and ESG bei SEB Equity Research. „Über die genaue Größenordnung lässt sich streiten, doch es besteht kaum Zweifel daran, dass ein weiterer Temperaturanstieg mit erheblichen Kosten verbunden sein wird. Unternehmen und Investoren müssen nun herausfinden, wie sie diese Risiken messen und steuern können.“

„Physische Klimarisiken werden häufig übersehen. Selbst Unternehmen mit geringer CO₂-Intensität und guter Governance können über Vermögenswerte verfügen, die stark durch Überschwemmungen oder extreme Hitze gefährdet sind“, sagt Samantha Arpas, Sustainable Finance Specialist bei der SEB. „Die Exposition gegenüber physischen Risiken unterscheidet sich von Fonds zu Fonds. Wasserstress erweist sich jedoch unabhängig vom Marktsegment als dominierender Risikofaktor.“

„Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen erreichten die weltweiten Transaktionen mit nachhaltigen Anleihen und Krediten bis Ende September ein Volumen von 1,6 Billionen US-Dollar – 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum“, sagt Gregor Vulturius, Lead Scientist und Senior Advisor in Climate & Sustainable Finance bei der SEB. „Unternehmen stellen im Allgemeinen nur einen geringen Anteil ihrer nachhaltigen Finanzierung für Klimaresilienz bereit. Seit 2013 flossen weniger als 3 Prozent der ausgewiesenen Mittelallokationen in Maßnahmen zur Verringerung der Anfälligkeit gegenüber Klimarisiken.“

„Eine Bewertung von Klimarisiken auf Ebene einzelner Vermögenswerte ist für Investoren und Unternehmen unerlässlich, um ihre potenziellen wirtschaftlichen Folgen zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen“, sagt Samantha Arpas. „In unserer Analyse führender Märkte weltweit identifizieren wir 48 europäische Rechenzentren, die zu den am stärksten gegenüber Klimarisiken exponierten gehören.“

Der Bericht enthält außerdem eine Analyse von Christopher Flensborg, Head of SEB Water. Darin wird untersucht, wie der Klimawandel den Druck durch alternde Infrastruktur, Unterinvestitionen, Umweltverschmutzung und steigende Nachfrage weiter verschärft – und wie Investitionen in den Wassersektor finanziert werden können.

Über den Sustainable Finance Outlook

Der Sustainable Finance Outlook bietet Leserinnen und Lesern aktuelle Einblicke in verschiedene Themen rund um nachhaltige Finanzierungen. Der Bericht erscheint viermal jährlich.

Sustainable Finance Outlook Oktober 2026

Pressekontakt

Pamela Hecking
SEB AB Frankfurt Branch
Communications 
+ 49 69 258-6417
pamela.hecking@seb.de

Petra Binzer
SEB AB Frankfurt Branch
Communications 
+ 49 69 258-6458
petra.binzer@seb.de

Die SEB ist ein führender nordeuropäischer Finanzkonzern. In Schweden und den baltischen Staaten bietet die Bank ein breites Spektrum von Beratungsdienstleistungen und Finanzlösungen an. In Dänemark, Finnland, Norwegen, Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande und Großbritannien konzentriert sich die SEB auf das Geschäft mit Firmen- und institutionellen Kunden, Investoren sowie Asset Managern.Die SEB ist in über 20 Ländern der Erde präsent und hat eine Bilanzsumme von 3.671 Milliarden SEK (per 31. Dezember 2025). Der Konzern verwaltet ein Vermögen von 2.904 Milliarden SEK und hat rund 19.000 Mitarbeitende. Weitere Informationen zum SEB Konzern auf www.sebgroup.com. Mehr über die SEB in Deutschland unter www.seb.de.

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