Der aktuelle Wert markiert den vierten Anstieg in Folge und nähert sich dem langfristigen Durchschnitt. Dies signalisiert eine schrittweise Normalisierung nach einer längeren Phase der Unsicherheit. Vor allem ein stärkerer Auftragseingang und ein positiverer Gewinnausblick treiben die Entwicklung, während die Investitionsneigung stabil bleibt und die Erwartungen an den Personalaufbau leicht zurückgehen. Insgesamt zeigt sich, dass Unternehmen zunehmend stabilere Rahmenbedingungen sehen, auch wenn eine vollständige Erholung noch aussteht.
„Diese Ergebnisse decken sich mit anderen aktuellen Unternehmensumfragen in China und deuten auf eine allgemeine Verbesserung der Stimmung hin“, sagt Juliette Xue Lascoux, General Manager der SEB in Shanghai.
Profitabilität bleibt unter Druck
Die Unternehmen berichten von soliden Umsatzerwartungen, während sich die Gewinnaussichten nur vorsichtig verbessern. Viele Firmen verweisen weiterhin auf Margendruck und intensiven Wettbewerb durch lokale Anbieter, was schnelle Anpassungen an veränderte Nachfrage erfordert.
„Die Profitabilität bleibt ein zentrales Thema“, so Juliette Xue Lascoux. „Unternehmen stehen im Wettbewerb mit lokalen Anbietern, die häufig niedrigere Margen akzeptieren und schneller auf Marktveränderungen reagieren.“
Investitionsstrategien verändern sich
China bleibt ein wichtiger Markt, allerdings werden Investitionsstrategien zunehmend selektiver. Europäische Unternehmen priorisieren den Ausbau bestehender Aktivitäten, anstatt Akquisitionen voranzutreiben oder in neue Geschäftsfelder zu expandieren.
Gleichzeitig sehen sich die Unternehmen weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert. Materialkosten, Kundennachfrage und Wettbewerb zählen zu den zentralen Risikofaktoren, während Störungen in den Lieferketten immer deutlicher zu spüren sind. Auch geopolitische Entwicklungen beeinflussen die Entscheidungen: 76 Prozent der Befragten erwarten Auswirkungen auf ihr Geschäft.
Die Fakten im Überblick – Erstes Halbjahr 2026
- Indexwert: 56,2 Punkte (vor sechs Monaten: 55,1)
- Investitionspläne: 60,6 Punkte (vor sechs Monaten: 60,6)
- Personalplanung: 52,6 Punkte (vor sechs Monaten: 53,2)
- Umsatzwachstum von über 5 % erwartet: 46 Prozent der Befragten (vor sechs Monaten: 36 Prozent)
- Geplante Investitionserhöhungen: 43 Prozent der Befragten (vor sechs Monaten: 43 Prozent)
Hier finden Sie den vollständigen China Financial Index Report
Über die Umfrage
Der China Financial Index der SEB ist eine halbjährliche Umfrage unter den Niederlassungen europäischer Unternehmen in China. Der Index zeigt, wie sich die Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklungen in China verändern. Die SEB veröffentlichte den Index erstmals im Jahr 2007. Er basiert in dieser Ausgabe auf den Angaben von CEOs, CFOs oder Finanzvorständen von 77 Tochtergesellschaften großer schwedischer, finnischer, norwegischer, dänischer, deutscher, britischer und schweizerischer Unternehmen in China. Die meisten der befragten Unternehmen erzielen einen weltweiten Umsatz von über 500 Millionen Euro. Die Umfrage erfolgt webbasiert und ist vertraulich. Sie wurde zwischen dem 29. Mai und dem 5. Juni 2026 durchgeführt.
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Die SEB ist ein führender nordeuropäischer Finanzkonzern. In Schweden und den baltischen Staaten bietet die Bank ein breites Spektrum von Beratungsdienstleistungen und Finanzlösungen an. In Dänemark, Finnland, Norwegen, Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande und Großbritannien konzentriert sich die SEB auf das Geschäft mit Firmen- und institutionellen Kunden, Investoren sowie Asset Managern. Die SEB ist in über 20 Ländern der Erde präsent und hat eine Bilanzsumme von 3.671 Milliarden SEK (per 31. Dezember 2025). Der Konzern verwaltet ein Vermögen von 2.904 Milliarden SEK und hat rund 19.000 Mitarbeitende. Weitere Informationen zum SEB Konzern auf www.sebgroup.com. Mehr über die SEB in Deutschland unter www.seb.de.