Die 28. jährliche Exploration & Production (E&P) Umfrage der SEB zeigt, dass die Investitionen im Upstream-Sektor im Jahr 2026 mit 250 Milliarden USD weitgehend unverändert bleiben werden. Für 2027 wird jedoch ein leichter Anstieg auf 251 Milliarden USD erwartet.
Die Ausgaben für die Exploration werden 2027 voraussichtlich um 10 Prozent steigen, da Unternehmen auf sinkende Reserven reagieren und neue Offshore-Bohrprojekte in Westafrika und Südamerika vorantreiben. Vor dem Hintergrund eines längerfristigen Ölbedarfs beginnen die Unternehmen zunehmend, dem Rückgang ihrer Reserven entgegenzuwirken. Gleichzeitig bleibt eine disziplinierte Kapitalallokation das übergeordnete Leitprinzip.
Die SEB Expertinnen und Experten erwarten, dass sich die Energiemärkte mittelfristig abschwächen werden, da sich die Schifffahrtsströme durch die Straße von Hormus normalisieren.
Trotz der aktuell hohen Profitabilität infolge der geopolitischen Konflikte im Nahen Osten bleiben die großen Öl- und Gasproduzenten bei ihren langfristigen Investitionsentscheidungen vorsichtig. Anstatt größere Kapazitätserweiterungen vorzunehmen, verwenden sie überschüssige Gewinne bevorzugt für Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe.
„Öl- und Gasunternehmen erzielen derzeit außergewöhnlich hohe Gewinne, zeigen jedoch weiterhin Zurückhaltung bei einer spürbaren Ausweitung ihrer Investitionen“, sagt Kim André Uggedal, Aktienanalyst für den Energiesektor bei der SEB.
Gleichzeitig dürften die Investitionen in CO2-arme Projekte im Jahr 2026 um nahezu 15 Prozent auf 11,5 Milliarden USD zurückgehen. Höhere Zinsen und Belastungen in den Lieferketten schmälern die Renditen und zwingen die Unternehmen dazu, sich wieder stärker auf ihr Kerngeschäft mit fossilen Energieträgern zu konzentrieren.
Der vollständige Bericht sowie die Ergebnisse der SEB Umfrage stehen den Kunden des Aktienresearchs der Bank zur Verfügung.