Zur Suchfunktion wechseln Zum Inhalt

SEB führt nachhaltigkeitsorientierte Supply-Chain-Finanzierung ein

Baum im Wald mit bemoosten Steinen

Sie SEB bietet als erste Bank in den Nordics nachhaltigkeitsorientierte Supply-Chain-Finanzierungen an und erweitert damit ihr bisheriges Angebot an nachhaltigen Finanzlösungen.

"Wir glauben, dass dieses Produkt perfekt zu den Nachhaltigskeitszielen von Unternehmen passt", sagt Olle Billinger, Climate & Sustainable Finance Advisor bei der SEB in Schweden. "Es ist ein Tool, mit dem sie ihre Lieferanten dabei unterstützen können, sich in relevanten Nachhaltigkeitsbereichen zu verbessern."

In der letzten Zeit steigt der Bedarf an nachhaltigkeitsgebundenen (Sustainability-linked) Krediten und Anleihen. Im Gegensatz zu grünen Krediten und Anleihen, bei denen die Mittel zweckgebunden für bestimmte Umwelt- und Klimaprojekte verwendet werden, sind Sustainability-linked Produkte erfolgsabhängig. Das Grundprinzip ist, dass Unternehmen einen festgelegten Preisnachlass erhalten, wenn sie ihre strategischen Nachhaltigkeitsziele erreichen, und umgekehrt, einen etwas höheren Preis zahlen, wenn sie diese verfehlen.

"Dadurch können mehr Unternehmen nachhaltige Produkte nutzen", sagt Olle Billinger. "Sie haben vielleicht ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele, aber keine Investitionspipeline, die sich eignet, um Mittel für bestimmte Projekte aufzunehmen. Mit an Nachhaltigkeit gebundenen Krediten und Anleihen können sie zeigen, dass sie es mit ihrer Strategie ernst meinen, indem sie einen finanziellen Anreiz schaffen, der an ihre Ziele gekoppelt ist."

Die SEB führt dieses Prinzip – das sich an Kunden in den Home Markets der Bank richtet – nun im Bereich Supply Chain Financing ein. Es handelt sich dabei um eine Form der Working-Capital-Finanzierung, bei der die SEB Rechnungen von Lieferanten der Kundenunternehmen mit einem bestimmten Abschlag erwirbt, und bei Fälligkeit den vollen Betrag vom Kundenunternehmen erhält. Der Vorteil für die Lieferanten ist, dass sie die Zahlung sofort erhalten, während die Kundenunternehmen von einem effizienteren Management ihres Betriebskapitals profitieren.

Für die Kundenunternehmen entstehen keine Kosten, abgesehen von den Ressourcen, für die Anpassung der Struktur. Stattdessen werden Risiko und Nutzen von den Lieferanten sowie der SEB getragen.

"Wir sprechen nun über verschiedene Produktbereiche hinweg die gleiche Sprache und können damit unseren Kunden eine Palette von Lösungen mit Nachhaltigkeitsbezug anbieten, die auf die gleiche Weise umgesetzt werden und daher leicht zu verstehen sind", ergänzt Olle Billinger.

Wie funktioniert das Modell?

  • Sie als Käufer und unser Kunde motivieren Ihre Lieferanten, nachhaltiger zu werden, indem Sie ihnen bessere Zahlungskonditionen anbieten als weniger nachhaltigen Lieferanten.
  • Ihre Lieferanten erbringen den Nachweis ihres Nachhaltigkeitsniveaus, indem sie eine Umwelt-, Sozial- und Governance-Bewertung (ESG) vornehmen.
  • Ein Preisraster für Lieferanten im Supply-Chain-Finance-Programm kann mit deren ESG-Bewertung verknüpft werden. Je nachhaltiger Ihr Lieferant ist, desto bessere Konditionen genießt er im Rahmen des Supply-Chain-Finance-Programms.

Durch die Verknüpfung mit Nachhaltigkeit ermöglichen wir es einem Unternehmen, das Nachhaltigkeitsniveau seiner Lieferanten proaktiv zu managen, indem es ökologische und/oder soziale Verbesserungen im Austausch für finanzielle Vorteile vorantreibt. Und auch Sie als unser Kunde profitieren von einem verbesserten Nachhaltigkeitsrating.

Mehr dazu in der englischsprachigen News: First in the Nordic's to offer sustainability-linked Supply Chain Financing