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SEB China Financial Index: Geschäftsklima verbessert sich bei europäischen Unternehmen in China

Map China

Der Index, der Erwartungen zu Auftragseingang, Investitionen, Personal und Gewinn misst, erreichte den höchsten Stand seit zwei Jahren. Er liegt jedoch weiterhin unter dem historischen Durchschnitt von 56,9 Punkten.

Der SEB China Financial Index stieg im Dezember 2025 auf 55,1 Punkte – nach 52,6 Punkten vor sechs Monaten. Die befragten nordischen sowie deutschen, britischen und Schweizer Unternehmen in China blicken damit positiver auf wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen als im Juni 2025, trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten.

Investitionen als Treiber

Die Investitionsbereitschaft ist ein zentraler Grund für die Verbesserung. 13 Prozent der befragten Unternehmen planen größere Investitionen – der höchste Wert seit fünf Jahren. Weitere 43 Prozent rechnen mit moderaten Investitionen in den kommenden sechs Monaten. Auch die Personalplanung hat sich verbessert: 38 Prozent erwarten Neueinstellungen, gegenüber 18 Prozent bei der vorangegangenen Umfrage.

„Die Stimmung hat sich 2025 kontinuierlich verbessert, trotz anhaltend schwacher Profitabilität“, sagt Juliette Xue Lascoux, General Manager der SEB Shanghai. „Mehr Unternehmen planen jetzt Investitionserweiterungen in China als noch vor sechs Monaten.“

Umsatz und Gewinn stabil

Die Umsatzerwartungen bleiben weitgehend stabil. Fast die Hälfte der Befragten rechnet mit gleichbleibenden Verkäufen (+/- 5 Prozent), während 36 Prozent ein Wachstum von 5 bis 20 Prozent erwarten. Die Gewinnerwartungen sind nahezu unverändert: 52 Prozent rechnen mit einer schwarzen Null, 32 Prozent mit einem Plus von mehr als 5 Prozent.

Herausforderungen bleiben

Kundennachfrage, Wettbewerb und Geopolitik sind weiterhin die größten Sorgen europäischer Unternehmen in China. Der lokale Wettbewerb wird zunehmend als Herausforderung genannt. Gleichzeitig hat sich das geopolitische Risiko nach dem Xi-Trump-Gipfel im Oktober leicht entspannt, der kurzfristige Stabilität in die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China brachte. Dennoch glauben 85 Prozent der Befragten, dass geopolitische Faktoren weiterhin Geschäftsentscheidungen beeinflussen. Die Erwartungen zu EU-China-Zöllen haben sich verändert: 41 Prozent rechnen mit steigenden Zöllen – fast doppelt so viele wie vor sechs Monaten.

Die Fakten im Überblick

Indexwert: 55,1 (vorher 52,6 im Juni 2025)
Historischer Durchschnitt: 56,9
Investitionspläne: 13 Prozent groß, 43 Prozent moderat
Personalplanung: 38 Prozent erwarten Wachstum beim Personal
Herausforderungen: Kundennachfrage, Wettbewerb, Geopolitik

Über die Umfrage

Der China Financial Index der SEB ist eine halbjährliche Umfrage unter den Niederlassungen europäischer Unternehmen in China. Der Index zeigt, wie sich die Erwartungen nordischer, deutscher, Schweizer und britischer Unternehmen hinsichtlich der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklungen in dem Land verändern. Die aktuelle Umfrage wurde vom 3. bis 15. Dezember 2025 unter 75 Tochtergesellschaften großer Unternehmen aus Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz durchgeführt.

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