Mehr als 20 führende nordische Unternehmen und Stiftungen, darunter die SEB, haben eine neue Industrieallianz gegründet. Unter dem Namen Nordic Compass will das Bündnis die Wettbewerbsfähigkeit der nordischen Region und Europas stärken und konkrete Beiträge zur europäischen Wirtschaft leisten.
Die Allianz wurde am 12. Mai offiziell gestartet. Sie bringt Unternehmen sowie öffentliche Akteure aus mehreren nordischen Ländern zusammen. Ziel ist es, gemeinsame Stärken zu nutzen, um marktfähige Lösungen zu entwickeln und damit Impulse für Europa zu setzen.
Fokus auf Wachstum und Erneuerung in Europa
Nordic Compass, offiziell Nordic Round Table for Industry, versteht sich als länderübergreifende Plattform für Zusammenarbeit. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt zunächst auf vier Bereichen, die als zentral für langfristiges Wachstum in Europa gelten: Kapitalmärkte, Hochtechnologie, Verteidigung und Energie.
Die ersten gemeinsamen Projekte sollen beim Nordic Compass Summit im November in Göteborg vorgestellt werden. Dort will das Bündnis zeigen, wie engere Kooperation konkrete wirtschaftliche Ergebnisse liefern kann.
Klare Führung und europäische Perspektive
Die Allianz ist als Verein organisiert. Vorsitzender ist Jyrki Katainen, ehemaliger Ministerpräsident Finnlands. Stellvertretende Vorsitzende ist Kristin Skogen Lund, Unternehmerin und frühere Chefin des größten norwegischen Arbeitgeberverbandes. Der Vorstand setzt sich aus erfahrenen Führungspersönlichkeiten aus mehreren nordischen Ländern zusammen.
„Europa führt derzeit eine wichtige Debatte über Wettbewerbsfähigkeit und Erneuerung. Wenn Prozesse auf europäischer Ebene Zeit brauchen, können die nordischen Länder schneller handeln und zeigen, wie Zusammenarbeit in die Praxis umgesetzt wird“, sagte Jyrki Katainen zum Start der Initiative.
Auch die Wirtschaft spielt aus Sicht der Allianz eine Schlüsselrolle. „Eine engere Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg kann Innovationen schneller in den Markt bringen und die europäische Wirtschaft stärken“, bekräftigt Kristin Skogen Lund.
Zusammenarbeit statt Doppelarbeit
Zu den Partnern zählen Unternehmen, Stiftungen und Organisationen aus Industrie, Finanzwirtschaft, Energie und Technologie. Neben der SEB sind weitere namhafte Akteure beteiligt. Nordic Compass will zudem eng mit Verbänden und anderen Interessengruppen zusammenarbeiten, um bestehende Initiativen zu ergänzen und Doppelarbeit zu vermeiden.