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Deutsches Geschäftsklima hellt sich weiter auf

Frankfurter Skyline mit Main und Brücke
Bildquelle: Shutterstock, Jan Wehnert

Die SEB sieht zunehmend Anzeichen für eine Erholung der deutschen Konjunktur

Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im August zum vierten Mal in Folge verbessert. Zusammen mit den etwas stärker ausfallenden Wirtschaftsdaten der vergangenen Monate deutet diese Entwicklung auf eine schrittweise Erholung der deutschen Konjunktur hin. Risiken bestehen jedoch weiterhin, insbesondere mit Blick auf die Energieversorgung im kommenden Winter.

Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im August auf 88,8 Punkte. Unternehmen beurteilen sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Geschäftsaussichten weniger pessimistisch. Der Index bleibt zwar unter seinem historischen Durchschnitt, der anhaltende Aufwärtstrend zeigt jedoch, dass sich die deutsche Wirtschaft bislang robuster entwickelt als zunächst befürchtet.

Stimmung verbessert sich in allen wichtigen Branchen

Das Geschäftsklima hat sich in allen wichtigen Wirtschaftssektoren aufgehellt. Gleichzeitig ging die Unsicherheit nach Angaben des ifo Instituts weiter zurück. Diese Entwicklung ist bemerkenswert: Der Konflikt im Nahen Osten, höhere Energiepreise und strukturelle Schwächen, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, belasten die Konjunktur weiterhin. Dennoch mehren sich die positiven Signale.

Wachstum dürfte 2026 an Dynamik gewinnen

Auch die BIP-Daten für das erste Halbjahr 2026, die besser als erwartet ausfielen, sprechen für eine allmähliche Erholung. Daher blickt das Research-Team der SEB etwas optimistischer auf die deutschen Wachstumsaussichten.

In ihrem aktuellen Nordic Outlook rechnet die SEB für 2026 mit einem Wirtschaftswachstum von knapp einem Prozent. Im Jahr 2025 war die deutsche Wirtschaftsleistung lediglich um 0,2 Prozent gewachsen. Zusätzliche Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur sowie eine stärkere globale Nachfrage dürften das Wachstum im laufenden Jahr unterstützen.

Energieversorgung bleibt ein Risiko

Trotz der besseren Aussichten bestehen weiterhin Risiken. Vor allem die niedrigen Erdgasvorräte könnten die wirtschaftliche Aktivität im Herbst und Winter dämpfen. Langfristig begrenzen zudem die schwache Produktivitätsentwicklung und der demografische Wandel das Wachstumspotenzial Deutschlands.

Die wichtigsten Aussagen auf einen Blick

  • Der ifo Geschäftsklimaindex steigt den vierten Monat in Folge
  • Die Stimmung hellt sich in allen wichtigen Wirtschaftssektoren auf
  • Die SEB sieht zunehmend Anzeichen für eine Erholung der deutschen Konjunktur
  • Niedrige Erdgasvorräte bleiben mit Blick auf den Winter ein wesentliches Risiko
  • Für das Jahr 2026 erwartet die SEB mehr wirtschaftliche Dynamik als im Vorjahr
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