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„Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht noch etwas Neues lerne."

Lisa, welche Position hast du aktuell und was sind deine Aufgaben?

Ich bin Junior Credit Analyst im Bereich Industry & Corporate Analysis bei der SEB am Standort München. Im September 2019 hatte ich als Trainee bei der SEB in Frankfurt angefangen. Unsere Aufgabe im Bereich Industry & Corporate Analysis ist in gewisser Weise einzigartig. Wir nehmen die Firmen, mit denen wir bereits Geschäfte machen oder in Zukunft machen wollen, und deren Märkte ganz genau unter die Lupe und erarbeiten Analysen zum Geschäftsrisiko und finanziellen Risikoprofil für die verschiedenen Geschäftsbereiche, wie Large Corporate Coverage, Leveraged und Structured Finance. Dafür stehen wir häufig in direktem Kontakt mit dem Top-Management unserer Kunden. Unsere Analysen präsentieren wir dann als unabhängige Drittmeinung in den lokalen und globalen Kreditgremien der Bank.

Wie bist du in die Finanzbranche und letztendlich zur SEB gekommen?

Ich habe nach dem Realschulabschluss klassisch mit einer Bankausbildung angefangen und nebenbei mein Abitur gemacht. Danach bin ich nach Frankfurt gezogen und habe internationale BWL studiert. Während des Studiums habe ich dann die Seiten gewechselt und begonnen, in der Beratung mit dem Fokus Banken-Regulatorik zu arbeiten. Hier war ich hauptsächlich in groß angelegten IT-Projekten unterwegs. Nach meinem Bachelor habe ich zunächst ein halbes Jahr als Associate gearbeitet, bevor ich mich dann dafür entschieden habe, meinen Master in einem dualen Studium in Kooperation mit einem Kreditinstitut zu machen. Nach meinem Abschluss bin ich direkt zur SEB gewechselt.

Wie hast du von dem Traineeprogramm der SEB erfahren?

Ich wurde von Mercuri Urval über LinkedIn für einen Finance-is-Female-Workshop eingeladen. Bevor ich zu dem Workshop gegangen bin, habe ich mich natürlich über die SEB informiert und hatte dabei gesehen, dass zu diesem Zeitpunkt Traineestellen ausgeschrieben waren und fand diese auf den ersten Blick sehr ansprechend. Nach dem Workshop bin ich mit ein paar Mitarbeitenden der SEB ins Gespräch gekommen und habe mich dann am gleichen Abend noch beworben. Bereits in der darauffolgenden Woche wurde ich noch nachträglich in den Bewerbungsprozess mitaufgenommen.

Ist dir von dem Workshop etwas besonders in Erinnerung geblieben?

Ich kann mich noch sehr gut an den Workshop an diesem Abend erinnern. Ich bin damals direkt von der Arbeit zur SEB gegangen und hatte zu der Zeit aktiv mit dem Gedanken gespielt, nach meinem Abschluss in eine andere Branche zu wechseln. Allerdings hat sich dieses Gefühl im Laufe des Workshops relativ schnell gedreht. Während der Vorstellung der SEB hatte ich bereits das Gefühl, dass die Mentalität der Bank anders wirkt, als das was ich bisher von der Finanzbranche kannte. Auf einmal hatte ich ein sehr positives Gefühl und dachte, dass die SEB gut zu mir passen könnte. Während des anschließenden Get-togethers konnte ich mich dann noch mit ein paar Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterhalten, die mich zusätzlich überzeugten.

Wie kam es dazu, dass du überlegt hast, nicht in der Bankenbranche zu bleiben?

Da ich bereits relativ früh meine Ausbildung in einer Bank angefangen habe, war diese Branche ein bisschen wie meine Heimat, in der ich mich auch lange wohlgefühlt habe. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich immer häufiger den Eindruck, meinen eigenen Werten nicht treu bleiben zu können. Durch diesen inneren Konflikt wurde mir erst richtig bewusst, wie wichtig es mir persönlich ist, in einem Unternehmen zu arbeiten, das zu meinen Werten passt. Naja, und dann kam der Workshop bei der SEB.

Hattest du denn in deiner Zeit in der Finanzbranche die Erfahrung gemacht, dass Frauen es hier schwerer haben als Männer?

Ich glaube tatsächlich, dass diese Frage differenziert betrachtet werden muss. Mittlerweile gibt es sehr viele Initiativen in der Branche, die gezielt Frauen fördern und ein ausgeglicheneres Arbeitsumfeld schaffen wollen. Andererseits habe ich in der Vergangenheit häufig die Erfahrung gemacht, dass vor allem Erfolge von Frauen eher heruntergespielt und auf Äußerlichkeiten oder Quoten geschoben wurden, anstatt wirklich anzuerkennen, was geleistet wurde. Das ist natürlich schade und kann den Alltag zusätzlich erschweren. Vor allem wenn man zu Selbstzweifeln neigt.

Was macht die SEB als Arbeitgeber für dich so besonders?

Von allen Arbeitgebern, die ich bisher hatte, fühle ich mich bei der SEB am wohlsten. Sowohl inhaltlich als auch im Team. Ich arbeite täglich mit sehr kompetenten Kolleginnen und Kollegen zusammen und finde die Tätigkeit spannend. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht noch etwas Neues lerne. Gleichzeitig bekomme ich viel Verantwortung und hatte bereits während des Traineeprogrammes die Chance, ein großes internationales Netzwerk in der Bank aufzubauen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die grundsätzliche Einstellung vieler Kolleginnen und Kollegen hier einen entscheidenden Unterschied macht. Bei anderen Instituten hatte ich oft die Erfahrung gemacht, dass man erfolgreich um des Erfolges Willen sein wollte – der Inhalt der Arbeit ist eher nachrangig und ein Mittel zum Zweck. Bei der SEB habe ich vermehrt das Gefühl, dass Kolleginnen und Kollegen für bestimmte Themen brennen und durch diesen Antrieb einfach extrem gut sind in dem was sie tun. Der Erfolg kommt dann (fast) von ganz allein.

Was spricht für dich dafür, für eine Bank zu arbeiten?

Viele denken bei Banken nur an das Herumschieben von Zahlen, aber es steckt sehr viel mehr dahinter. Natürlich sind die Zahlen wichtig, aber auch Faktoren, wie branchenspezifische Details sowie gesamtwirtschaftliche und politische Zusammenhänge spielen in der täglichen Arbeit mit weltweit agierenden Konzernen eine große Rolle. Das erhöht die Komplexität und den Abwechslungsreichtum. Gleichzeitig bietet die Branche zunehmend die Möglichkeit, sich für wichtige Zukunftsthemen wie Umwelt und Nachhaltigkeit einzusetzen. Mit steigender Bedeutung von ESG-gekoppelten Kreditverträgen können Banken diesen Wandel positiv beeinflussen.

Hast du abschließend noch einen Tipp für Studentinnen und Berufseinsteigerinnen?

Jeder Mensch ist anders, deshalb solltet ihr euch die Zeit nehmen, um für euch selbst herauszufinden, welche Aspekte im Job motivieren und welche die eigenen Batterien aufbrauchen. Besonders auf lange Sicht ist es wichtig, dass die eigenen Werte mit denen des Arbeitgebers übereinstimmen, und dass ihr euch in eurem Umfeld wohlfühlt und das Gefühl habt, dass ihr euch gut entwickeln könnt. Im Endeffekt ist das ein Prozess, in dem ihr euch auch mal ausprobieren müsst, aber ich denke, dass ihr so früher oder später den Platz findet, der am besten zu euch passt.