Nordic Outlook: Aufschwung trotz politischer Unsicherheiten

In der aktuellen November-Ausgabe des Nordic Outlook analysieren die Volkswirte der SEB die weltwirtschaftliche Lage in Zeiten von politischen Unsicherheiten. Sie sehen sich in ihren im September getroffenen Einschätzungen bestätigt und heben die Prognose für die weitere wirtschaftliche Entwicklung leicht an.

Ihre Kernaussagen im November:

  • Der Schwerpunkt des globalen Wachstums verschiebt sich allmählich von den Vereinigten Staaten weg in Richtung der Eurozone und der Schwellenländer (Emerging Markets).
  • Die wirtschaftliche Stärke der Eurozone könnte den Euro-Dollar-Kurs auf 1,25 USD treiben.
  • Steigende Unternehmensgewinne stützen die Aktienkurse trotz hoher Bewertungen.
  • Die Wirtschaft in der Eurozone überrascht weiterhin. Das BIP-Wachstum von 2,5 Prozent im dritten Quartal (Jahresvergleich) ist das höchste seit 2011. 
  • Die Arbeitslosenquote in der Eurozone liegt im November bei 8,9 Prozent - die niedrigste Rate seit Januar 2009. Dies wird hauptsächlich getrieben durch wachsende Beschäftigung in Spanien, Deutschland und Frankreich. Spanien trug zu einem Viertel der neuen Jobs in der Eurozone bei, Deutschland mit 400.000 und Frankreich mit 300.000 neuen Stellen. Die Aussichten sind gut, Unternehmen planen weitere Einstellungen.  
  • Die gedämpfte Inflation in der Eurozone hat für die Fortsetzung der Niedrigzinspolitik in diesem Jahr gesorgt. Für die Zukunft erwarten die SEB Volkswirte dagegen eine langsame Anhebung der Zinsen, da die Fed Leitzinsanhebungen schneller umsetzt als vom Markt erwartet. Zudem werde die EZB ihre Anleiheankäufe drosseln und ebenfalls den Leitzins anheben.
  • Durch die unklare politische Lage in Deutschland verschieben sich die Gespräche zur weiteren Zukunft der Europäischen Union. Der französische Präsident Macron hatte bereits seine Vorschläge vorgelegt. Auf eine Antwort aus Deutschland müssen Brüssel und Paris nun weiter warten.
  • Für Deutschland erwarten die Analysten der SEB ein BIP-Wachstum von 2,2 Prozent für 2017 und 2018 sowie 2,0 Prozent für 2019.
  • Bei 10jährigen deutschen Staatsanleihen erwarten die Volkswirte eine Rendite von leicht über 1,10 Prozent zum Ende 2019.

 

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